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 Betreff des Beitrags: Na endlich: Die PKW-Maut ist durch
BeitragVerfasst: Sa 9. Mai 2015, 21:45 
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Ich fand dieses typisch deutsche Herummäkeln an der PKW-Maut auf Politikerebene unsäglich.

Sind ja nuuuuur ein paar 100 Millionen jährlich, was das einbringt.

Na, wir haben's ja ... das lohnt ja auch üüüüüberhaupt nicht, wegen solchen Peanuts so etwas anzufangen.

Und überhaupt: Das totale Bürokratie-Monster (*mäkel* *mäkel* *mäkel*) und die EU wird's eh wieder kassieren, weil ungerecht.

Na, warten wir doch erstmal ab, bevor man den EU-Kollegen aus dem eigenen Land heraus Argumente gegen die Maut liefert. :roll: So was bescheuertes kriegen auch nur unsere Politiker hin.

Ich finde die Maut fair. Auf vielen anderen Straßen im Ausland müssen wir auch blechen.


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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: Sa 9. Mai 2015, 21:45 


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BeitragVerfasst: Di 12. Mai 2015, 20:20 
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Diese PKW-Maut ist so ziemlich der größte Unsinn, der es jemals in einen Koalitionsvertrag geschafft hat. Man muss sich das mal vorstellen: Da passiert etwas den Bundestag, dass nicht nur von der Opposition abgelehnt wird, sondern auch von großen Teilen der Koalition. Nur damit eine bayerische Regionalpartei eines ihrer populistischen Wahlversprechen einlösen kann.

Und dass wir Deutschen keinen Pfennig dazu bezahlen werden, stimmt vielleicht für den typischen CSU-Wähler, dessen Horizont nicht über Österreich hinausgeht. Wir in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel haben aber Nachbarländer, in denen wir bisher nichts für die Autobahnnutzung bezahlen müssen. Ich persönlich fahre häufig nach Dänemark, auch da werde ich nicht mit einer Maut belästigt. Noch nicht! Aber sollte das Dobrindt-Projekt wirklich nicht von Europa kassiert werden, ist jawohl kaum ernsthaft daran zu glauben, dass das so bleibt. Es wird eine Rückkehr zur Kleinstaaterei geben. Und meinem Portemonnaie ist es egal, ob das Geld in der deutschen oder der dänischen Staatskasse landet. Weg ist weg.

Dass die SPD diesen Humbug mitmacht, ist ein weiterer Grund dafür, dass sie für mich wohl auf längere Sicht nicht mehr wählbar sein wird.

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Der späte Wurm überlebt den Vogel.


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BeitragVerfasst: Di 12. Mai 2015, 20:44 
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Kostas Klopsis hat geschrieben:

Und dass wir Deutschen keinen Pfennig dazu bezahlen werden, stimmt vielleicht für den typischen CSU-Wähler, dessen Horizont nicht über Österreich hinausgeht. Wir in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel haben aber Nachbarländer, in denen wir bisher nichts für die Autobahnnutzung bezahlen müssen. Ich persönlich fahre häufig nach Dänemark, auch da werde ich nicht mit einer Maut belästigt. Noch nicht!


Nur in Dänemark, den Niederlanden, Belgien und dem Winz-Staat Luxemburg wird bisher keine Maut erhoben. Ansonsten sind wir eingekesselt von Maut-Ländern.


Zitat:
Es wird eine Rückkehr zur Kleinstaaterei geben.


Die anderen haben aber angefangen *mitSandförmchenwerf* ;)


Zitat:
Dass die SPD diesen Humbug mitmacht, ist ein weiterer Grund dafür, dass sie für mich wohl auf längere Sicht nicht mehr wählbar sein wird.



So ist das in Koalitionen. Der Mindestlohn ist ja beispielsweise auch durch.


Ich gehe davon aus, dass sich das mit der Maut einpendeln wird. In ein paar Jahren freut sich jede Regierung über zusätzliche hundert-Milliönchen und keiner redet mehr drüber.

Ausländer zahlen ihre 5-15 Euro für eine 10-Tages-Vignette und gut is.


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BeitragVerfasst: Mi 13. Mai 2015, 08:13 
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Ja ich denke auch, es wird sich einpendeln.

Eine Gefahr sehe ich darin, dass vor allem grenznah sich doch ettlicher Verkehr von der AB auf die Bundes- und Landstrassen verlagern wird. Sprich da haben die Anwohner dann die Arschkarte gezogen.
Und was den "geringen" Ertrag speziell in Relation zum Verwaltungsaufwand betrifft, das kann man auch anders sehen. Das ist quasi ein Beschäftigungsprogramm für den ÖD, das nichts kostet sondern sogar ein bisschen Gewinn einbringt :D


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BeitragVerfasst: Mi 13. Mai 2015, 16:47 
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lion hat geschrieben:
Zitat:
Es wird eine Rückkehr zur Kleinstaaterei geben.


Die anderen haben aber angefangen *mitSandförmchenwerf* ;)

Nein, haben sie nicht. Dort gibt es eine allgemeine Maut, für alle, nicht nur für Ausländer. Das ist etwas anderes und darüber könnte man diskutieren.


Zitat:
Zitat:
Dass die SPD diesen Humbug mitmacht, ist ein weiterer Grund dafür, dass sie für mich wohl auf längere Sicht nicht mehr wählbar sein wird.



So ist das in Koalitionen. Der Mindestlohn ist ja beispielsweise auch durch.

Den hätte die SPD auch wunderbar ohne Ausländermaut durchgekriegt. Die Mehrheiten dazu wären ja dagewesen, die Große Koalition war nicht "alternativlos", im Gegenteil. Aber wenn man lieber Mehrheitsbeschaffer der Konservativen spielt... :roll:

Und selbst in der CDU gibt es ja kaum jemanden, der dieses Mautmodell gut findet.

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BeitragVerfasst: Fr 15. Mai 2015, 10:38 
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Kostas Klopsis hat geschrieben:
lion hat geschrieben:


Die anderen haben aber angefangen *mitSandförmchenwerf* ;)

Nein, haben sie nicht. Dort gibt es eine allgemeine Maut, für alle, nicht nur für Ausländer. Das ist etwas anderes und darüber könnte man diskutieren.



Das sind jetzt zwei verschiedene Paar Schuhe.

Das eine ist, ob man eine PKW-Maut grundsätzlich ok findet.

Das andere, ob andere Staaten schlitzohrig über eine "Gerechtigkeitfalle" versuchen, ein neues System auszuhebeln. Wie Österreich aktuell, dass bei der EU angeklopft hat, um die formale Rechtmäßigkeit der Maut in D zu prüfen.

Fakt ist, dass jeder deutsche Autofahrer stets mehr für die Benutzung von Deutschlands Straßen zahlen wird als Ausländer.

Denn auch nach Anrechnung der Maut auf die Kfz-Steuer ist Letztere nicht "weg".

Keine Ahnung, was die Maut für mein Auto kosten wird (habe ich mich noch nicht drum gekümmert). Aber ich zahle 160 Euro jährlich an Kfz-Steuern.

Egal, was ich mir da für eine Vignette kaufen werde (sehr wahrscheinlich eine Jahresplakette), auch nach Abzug bleibt noch etwas von den 160 übrigen, die ich zahle. Für das Gesamtpaket "Autofahren auf Deutschlands Straßen", das für eine Ausländer da billiger bleibt.

Deshalb unterscheide ich oben nach zwei Paar Schuhen. Die Ungerechtigkeit ist nur eine Juristische, keine faktische. Ich zahle mehr, der Ausländer weniger.

Die Bundesregierung kontert ihrerseits mit einem Trick, der ebenfalls eine juristische Betrachtungsweise hat. Die Kfz-Steuer ist unsere Sache. Wir können auch intern sagen, dass künftige rote Autos mehr Steuern zahlen sollen, als blaue. Das hat die europäischen Nachbarn nicht zu stören. Nun ist es eben so, dass der Kauf der Plakette angerechnet wird, aber die Plakette WIRD vom deutschen Autofahrer gezahlt. Sie ist nicht umsonst zu haben.

Dieser Trick ist genauso beknackt, wie die "Gerechtigkeitsfalle". Fakt bleibt: Im deutschen Portemonaie ist weniger Geld als im ausländischen, wenn man auf den Autobahnen in D fahren will.

Zugegeben: Ich weiß nicht, warum die Bundesregierung es nicht anders gemacht hat. Kfz-Steuer komplett abschaffen, stattdessen eine allgemeine "Straßenbenutzungsgebühr". Egal ob für Autobahn oder Feldweg. Für Autos, die in Deutschland angemeldet sind, wird automatisch eine Rechnung ausgestellt. Plakette nicht notwendig (das deutsche Kennzeichen weist den Zahler der Gebühr aus).

Ausländer hätten dann (unabhängig vom Hubraum und vom Schadstoffausstoß) in einem vereinfachten Verfahren nach Gültigkeitsdauer Vignetten kaufen können. Da wären wir dann die Netten gewesen, die nur ein paar pauschale Euros hätten haben wollen.

Stattdessen wird jetzt ein juristischer Tanz aufgeführt wegen Ausländer, die vielleicht mal für ein paar Tage durch Deutschland fahren und dafür 5-15 Euro (für 10 Tage) berappen müssen.


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BeitragVerfasst: Fr 15. Mai 2015, 15:16 
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lion hat geschrieben:
Zugegeben: Ich weiß nicht, warum die Bundesregierung es nicht anders gemacht hat. Kfz-Steuer komplett abschaffen, stattdessen eine allgemeine "Straßenbenutzungsgebühr". Egal ob für Autobahn oder Feldweg. Für Autos, die in Deutschland angemeldet sind, wird automatisch eine Rechnung ausgestellt. Plakette nicht notwendig (das deutsche Kennzeichen weist den Zahler der Gebühr aus).

Es geht doch gar nicht in erster Linie darum, einen möglichst großen Zuwachs an Mitteln für den Straßenbau zu generieren. Wenn das das Ziel wäre, hätte es viel effektivere Möglichkeiten gegeben. Es geht vielmehr darum, dem (bayerischen) Wahlvolk zu zeigen, dass man etwas dagegen tut, dass die Ausländer unsere Straßen kaputt fahren können, ohne dafür zu bezahlen, während wir bei denen zur Kasse gebeten werden. Und das ist in meinen Augen keine Sachpolitik, sondern purer Populismus.

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BeitragVerfasst: Fr 15. Mai 2015, 16:22 
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Kostas Klopsis hat geschrieben:
Es geht vielmehr darum, dem (bayerischen) Wahlvolk zu zeigen, dass man etwas dagegen tut, dass die Ausländer unsere Straßen kaputt fahren können, ohne dafür zu bezahlen, während wir bei denen zur Kasse gebeten werden. Und das ist in meinen Augen keine Sachpolitik, sondern purer Populismus.


Dann fall ich auch auf diesen "Populismus" rein, denn das fände ich nur fair, auch wenn ich nicht in Bayern wohne.

Kohle kann man immer gebrauchen, auch als Staat (der wir sind).

Auch wenn es nur die paar 100 Millionen sind (bei denen gleich abgewunken wird, weil das lohnt ja nun echt nicht).

Gerne direkt an Hamburg überweisen, wenn keiner die Kohle haben will, damit kann man ne Menge Schlaglöcher reparieren.

Oh, wie sie in ein paar Jahre alle geiern werden, wenn es um die Verteilung der eingenommenen Gelder geht. "Hieeer, hieeer, bei uns sind die Straßen so kaputt und der Bund hat doch gerade soviel von den Ausländern eingenommen ... ich muß unbedingt was für meinen Wahlkreis tun ..."


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BeitragVerfasst: Fr 15. Mai 2015, 17:16 
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lion hat geschrieben:
Kostas Klopsis hat geschrieben:
Es geht vielmehr darum, dem (bayerischen) Wahlvolk zu zeigen, dass man etwas dagegen tut, dass die Ausländer unsere Straßen kaputt fahren können, ohne dafür zu bezahlen, während wir bei denen zur Kasse gebeten werden. Und das ist in meinen Augen keine Sachpolitik, sondern purer Populismus.


Dann fall ich auch auf diesen "Populismus" rein, denn das fände ich nur fair, auch wenn ich nicht in Bayern wohne.

Du scheinst den Unterschied wirklich nicht zu verstehen, deshalb nochmal: Die Länder mit Maut nehmen die Gebühr von ALLEN, die auf ihren Autobahnen unterwegs sind, egal ob In- oder Ausländer. Die CSU dagegen möchte sie NUR von Ausländern kassieren.
Fair wäre, wenn überhaupt, eine ebensolche allgemeine Maut für alle. Die steht aber momentan nicht zur Debatte.

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BeitragVerfasst: Sa 16. Mai 2015, 06:38 
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Kostas Klopsis hat geschrieben:
lion hat geschrieben:
Kostas Klopsis hat geschrieben:
Es geht vielmehr darum, dem (bayerischen) Wahlvolk zu zeigen, dass man etwas dagegen tut, dass die Ausländer unsere Straßen kaputt fahren können, ohne dafür zu bezahlen, während wir bei denen zur Kasse gebeten werden. Und das ist in meinen Augen keine Sachpolitik, sondern purer Populismus.


Dann fall ich auch auf diesen "Populismus" rein, denn das fände ich nur fair, auch wenn ich nicht in Bayern wohne.

Du scheinst den Unterschied wirklich nicht zu verstehen, deshalb nochmal: Die Länder mit Maut nehmen die Gebühr von ALLEN, die auf ihren Autobahnen unterwegs sind, egal ob In- oder Ausländer. Die CSU dagegen möchte sie NUR von Ausländern kassieren.
Fair wäre, wenn überhaupt, eine ebensolche allgemeine Maut für alle. Die steht aber momentan nicht zur Debatte.

Doch. Alle müssen die Maut zahlen (in D sogar mehr als in den anderen Ländern weil jeder die unabhängig davon bezahlen muss, on er überhaupt Autobahnen nutzt oder ob nicht). Jedenfalls hab ich das so verstanden. Allerdings wird halt (zufällig *pfeif*) gleichzeitig der deutsche Steuerzahler teilweis von der KFZ-Steuer entlastet. Ich finde ein durchaus legaler Steuertrick um vorwiegend Ausländer zur Kasse zu bitten.
Allerdings sehe ich deinen Polpulismusvorwurf genauso. Es ist im Grunde nur ein Geschenk für den CSU-Deppen da im Süden


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